Alles was wir wollen ist mehr Zeit

Mein Kommando wird lauten, Auf die Plätze, Fertig, Pfiff. Mein Kommando gilt: Auf die Plätze, Fertig, Pfiff!
Diese Worte hört man heute Früh gedämpft vom See aus schallen. Denn die Vorläufe der Ruderregatta sind im Gange!
Alle Bootsmannschaften finden sich nach dem Frühstück im Hafen ein und begeben sich zu den jeweiligen Booten. Die Aufregung ist förmlich zu spüren, welches Boot wird wohl dieses Jahr am Schnellsten sein?
Auf der Strecke vor dem FERIENHORT ruxen nun die einzelnen Boote gegeneinander um sich für den Endlauf in zwei Tagen bei der Navy Party zu qualifizieren.
Die Kinder hängen sich in die Riemen und Schlachtrufe werden im Chor geschrien. Von der Hauptstiege aus jubeln die an Land geblieben und feuern ihre Mitschüler und Mitschülerinnen lautstark an.
Das Kutterrace beansprucht den gesamten Vormittag bis auch wirklich jede Mannschaft ihre Chance hatte sich zu beweisen. Und zum Schluss, als kleines Highlight, gibt es wie jedes Jahr ein ganz besonderes Rennen. Das der Betreuer gegen die Steuerleute und Kommandanten!
Auch wenn die Kinder erprobter im ruxen sind und den ganzen Monat Zeit hatten sich darauf vorzubereiten, gewinnen die Betreuer und Betreuerinnen um Haaresbreite. Da die meisten Betreuenden selbst in ihrer Jugend den FERIENHORT als Schüler und Schülerinnen besuchten, siegt wohl schlussendlich doch die jahrelange Erfahrung.

Nach der Mittagspause geht es für die meisten Schüler und Schülerinnen ins Wasser. Jedoch wird nicht vom Sprungbrett gesprungen oder auf Surfbrettern gepaddelt, denn es steht eine Seeüberquerung an! In den Tagen zuvor konnten sich die Kinder hierfür qualifizieren und nun schwimmen diese von einem Ufer des Wolfgangsees zum anderen. Natürlich ruxen einige Boote neben den Schwimmenden her, auf welchem sich zusätzlich zu den Rojgasten Betreuende befinden. Ebenfalls ist das FERIENHORT eigene Motorboot im Einsatz um sicherzustellen das jedes Kind auch wieder sich am Ufer ankommt.

Als ob das nicht schon genug Schwimmerei für einen Tag gewesen wäre, gibt es auch in den folgenden Einheiten einen enormen Andrang beim Badespaß, was bei den heutigen Temperaturen jedoch auch kaum verwunderlich ist.

Doch nicht alle kühlen sich im türkisen See ab, es findet auch eine Wasserfallwanderung für die 5., 7. und 3. Gruppe statt. Hierbei gehen die Kinder bis zu unserem sich auf dem Hortsgelände befindenden Wasserfall um sich dort unter dem Wasser abzukühlen. Wann hat man denn schon einmal die Möglichkeit unter einem Wasserfall zu stehen? Daher ist die Vielzahl der Schüler und Schülerinnen, welche sich auf die Wanderung begeben, keine große Überraschung.

Wie kann man einen Tag perfekt ausklingen lassen? Diese Frage haben sich die 1. Und 2. Gruppe gestellt und hatten prompt die Antwort parat: ein Lagerfeuer!
Mit Blick nach St. Gilgen, wo die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und Steckerlbrot sowie Marshmallows in der Hand lässt es sich schon gut leben.

Doch jetzt heißt es Lichter aus und ab in die Betten. Man kann es kaum glauben, dass sich das Classic Camp 2017 langsam dem Ende neigt. Die wenigsten realisieren es, doch morgen könnte dieser Punkt erreicht worden sein. Denn die Akademie steht an, welche traditionell am Ende des Camps stattfindet und bei welcher erfahrungsgemäß die ersten Tränen kullern.
Doch heute schlafen alle Kinder noch mit einem Lächeln auf den Lippen ein und es wird noch kein Gedanke an das kommende Ende verloren.


2 Kommentare zu “Alles was wir wollen ist mehr Zeit

  • Patrick Mühlenweger schreibt:

    Und jetzt in die Schlussgerade … Akademie – Navy Party – Abschlussfeier … und Abschied 🙁

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